Julias Spitzenkiste
 

Der Doppelknoten

Die ersten Übungen arbeitet man am Besten auf Kreuzstich-Stoff. Ich selbst habe Linda-Schülertuch von Zweigart verwendet und lege dies auch meinen Anfänger-Sets bei.

Man knickt die Saumzugabe um.

Man sticht von hinten an der rechten Kante durch den Stoff und zieht den Faden bis auf einen kleinen Rest hindurch. Dieses Ende hält man mit dem linken Zeigefinger fest.
Man sticht an der Selben Stelle die Nadel in den Stoff und legt den vorne aus dem Stoff kommenden Faden nach links über die Nadel.
Man nimmt das aus dem Öhr der Nadel kommende Ende des Fadens und wickelt es zwei Mal gegen den Uhrzeigersinn um die Nadel.
Dann zieht man die Nadel vollends durch Stoff und Garnschlingen und zieht den Faden behutsam senkrecht straff. Hier sieht man den noch nicht ganz geschlossenen Knoten.
Der Knoten am Stoffrand.

Da der Faden für das Bilden dieses Knotens zwei Mal um die Nadel gewickelt wird spricht man vom Doppelknoten.

Für den zweiten und jeden weiteren Knoten legt man den aus dem Knoten kommenden Faden über den linken Zeigefinger und hält ihn mit dem Mittelfinger fest.
Man sticht die Nadel drei Fäden Abstand (zwei "Löcher" im Stoff) von vorne durch den Stoff und schiebt sie unter dem gespannten Faden durch.
Nun wickelt man den aus dem Öhr kommenden Faden zwei Mal gegen den Uhrzeigersinn um die Nadel.
Dann zieht man die Nadel vollends durch Stoff und Garnschlingen und zieht den Faden behutsam senkrecht straff um den Knoten anzuziehen.
Zwischen den beiden Knoten bildet sich eine Fadenschlinge. Diese Fadenschlingen werden bei Oya-Anleitungen gezählt.

Durch das Ändern des Winkels beim Straffziehen des Fadens kann man die Länge der Schlinge beeinflussen. Zieht man eher nach rechts wird die Schlinge kürzer, zieht man nach links wird die Schlinge größer.

Man arbeitet sechs weitere Schlingen und wendet die Arbeit dann.
Man schiebt die Nadel von hinten durch die erste Schlinge und zieht den Faden durch.
Dann arbeitet man den Doppelknoten.
Nun arbeitet man in jede Schlinge einen Doppelknoten.

Am Ende dieser Reihe hat man nur noch sechs Schlingen, man hat eine Schlinge abgenommen.

Man wendet die Arbeit noch einmal und beginnt die nächste Reihe.

Auch diese hat wieder eine Schlinge weniger als die Vorhergehende.

So arbeitet man Reihe um Reihe bis man zuletzt nur noch einen Knoten in die letzte Schlinge machen kann.
Wieder sticht man die Nadel am linken Rand des Dreiecks von hinten durch den Stoff und zieht den Faden durch, lässt neben dem Dreieck einen lockeren Faden stehen.

So beginnt man das nächste Dreieck.

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